Author Topic: Praxistest Kommute  (Read 11432 times)

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Offline snsnsnsn

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Re: Praxistest Kommute
« Reply #15 on: January 28, 2011, 09:59:31 AM »


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Wofür gibt es im Internet verschiedene Foren oder Instant-Messaging? Dort kann man wunderbar um eine Freundschaft werben.
Das ist zu umständlich um eine größere Benutzerzahl und darüber ein großes Dateiangebot zu erreichen. Nenn mir mal ein brauchbares Forum. Die die ich bisher gefunden habe sind einen Tag lang unter der IP erreichbar und das war es dann. Die vergessen alle eine DynDNS Adresse anzugeben.

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Wenn es in RetroShare einen öffentlichen Chat geben würde, worauf jeder RetroShare Netzwerk zugreifen könne, hätte man so zu jeden RetroShare User eine direkte Verbindung, das wäre dann nicht anderes als eMule.

Wo genau ist dein Problem damit ? Jeder entscheidet ja selbst ob er den öffentlichen Chat benutzt oder nicht. Die Sicherheit ist trotzdem größer. Aus dem Chat suchst du dir gleichgesinnte aus und unterhälst dich ein paar Tage oder Wochen mit ihnen. Anwälte machen das nicht. Bei Emule kannst du nicht entscheiden welcher Benutzer die Daten bekommt.

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Es besteht aber die Möglichkeit Mails über Freunde zu weitere Freunde per Routing zu schicken. Jedoch noch nicht in der 0.5.1er Version.

Wenn man das ausbaut indem Freundesgruppen sich bei einem Vermiuttlungsserver melden können welcher die Mal an nicht mit dieser verbundenden Freundesgruppe weiterleitet hat man die bisherige Email abgelöst. Diese wäre auf Wunsch anonym und nicht zurückverfolgbar.

Offline ContractSlayer

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Re: Praxistest Kommute
« Reply #16 on: January 28, 2011, 07:11:52 PM »
Posted by: snsnsnsn
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Das ist zu umständlich um eine größere Benutzerzahl und darüber ein großes Dateiangebot zu erreichen.
Eben nicht, da RetroShare neben F2F auch Turtle Routing unterstützt. Von der Funktion her ist RetroShare ein wenig mit einen geschlossenen ALT
(Anti-Leech-Tracker) zu vergleichen. Die richtig guten geschlossene ALT Tracker haben nur maximal 500 Aktive User, das Datei Angebot ist trotzdem überragend und auch die Geschwindigkeit.
Das Datei Angebot hat also nicht unbedingt mit der Menge der Benutzer zu tun.  
Jedoch besteht immer die Gefahr, dass bei einen ALT durch Fehler andere User die Content Industrie sich eventuell einschleust und im schlimmsten Fall so alle User die auf dieses ALT aktiv sind zur Kasse gebeten werden. Hier unterscheidet sich RetroShare erheblich von einen ALT, jeder ist bei RetroShare für sich selbst verantwortlich und muss nicht mit Fehler anderen rechnen. Auch besteht nicht die Gefahr das man ungewollt Dateien an die Content Industrie weiterleitet (mit den richtigen Voraussetzungen nicht mit jeden User den Schlüssel zu tauschen).
Nochmal zurück zukommen zu den Datei Angebot, durch das Turtle Routing wird das Datei Angebot irgendwann locker jeden ALT überbieten.
Dadurch das auch die Möglichkeit gibt, mit RetroShare Freunde wieder zu bannen (Netzwerkverbindung zu diesen trennen) ist auch das Leecher und Seeder Verhältnis viel sozialer. Im machen private Gruppen werden so Leecher die nie was anbieten oder die fertigen Download nicht im Share lassen einfach aus der Gruppe ausgeschlossen.

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Nenn mir mal ein brauchbares Forum.
RetroShare brauch keine Foren, da es diese bereits integriert hat.
Um Foren im Web zu finden muss man schon ein wenig suchen um sich zu bewerben. Dies ist vom Prinzip her auch nichts anderes wie bei einen ALT.
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Die die ich bisher gefunden habe sind einen Tag lang unter der IP erreichbar und das war es dann. Die vergessen alle eine DynDNS Adresse anzugeben.
Es reicht wenn einer der Freunde eine DynDNS Adresse hat, durch diese können sich alle Freunde wiederfinden.

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Wo genau ist dein Problem damit ? Jeder entscheidet ja selbst ob er den öffentlichen Chat benutzt oder nicht. Die Sicherheit ist trotzdem größer. Aus dem Chat suchst du dir gleichgesinnte aus und unterhälst dich ein paar Tage oder Wochen mit ihnen. Anwälte machen das nicht. Bei Emule kannst du nicht entscheiden welcher Benutzer die Daten bekommt.
Ich habe kein Problem damit, aber sicherlich das Entwicklungsteam von RetroShare sonst hätten die diese Funktion sicherlich schon integriert.
Bei RetroShare steht die Anonymität, Schutz vor Überwachung, Abmahnung und gewissen Gesetzen im Vordergrund. Sobald man bei RetroShare mit jemanden chattet egal ob mit den öffentlichen oder privaten Chat kann man dessen IP-Adresse einsehen.
Wenn also der Chat für ausstehende zugänglich wäre, könnte so verfolgt werden wie groß das RetroShare Netzwerk ist, welche IP-Adressen gerade Online sind, evtl. wer mit wen verbunden ist, das Netzwerk wäre mit gewissen Attacken leichter angreifbar, bis hin zu Störhaftung wäre dann alles möglich.

Und gerade was die Störhaftung angeht ist RetroShare alle anderen anonymen Netzwerken einen Schritt voraus. Bisher ist mir zwar nicht bekannt, dass jemand in einen anonymen Netzwerk abgemahnt worden ist. Jedoch macht dieses Gesetzt es sehr einfach den letzten oder ersten in der Netzwerkkette abzumahnen. Im Grunde muss die Content Industrie nur eine Datei anfordern oder Uploaden.  
Einer der die Dateien weiterleitet wird schon eine deutsche IP-Adresse haben und hat dementsprechend die A-Karte gezogen (für eine Datei die er noch nicht einmal haben wollte). Im Grunde reicht auch einfach nur eine Beteiligung an der Urheberrechtsverleitung.

Zitat aus dem Bundesgrichthof:
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Als Störer haftet derjenige auf Unterlassung, der – ohne Täter oder Teilnehmer zu sein –
in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal zur Verletzung eines geschützten Gutes beiträgt.
Kurzübersetzung:
Wer nicht selbst die Urheberrechtsverletzung begangen hat oder an einer solchen teilgenommen hat, kann trotzdem wie ein Täter in Anspruch genommen werden,
wenn er die Voraussetzungen für den Urheberrechtsverstoß geschaffen hat und trotz vorliegender Anhaltspunkte keine Prüfungen oder
Maßnahmen ergriffen hat, um solche Verstöße zu unterbinden.

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Die die ich bisher gefunden habe sind einen Tag lang unter der IP erreichbar und das war es dann. Die vergessen alle eine DynDNS Adresse anzugeben.
In der RetroShare 0.5.1 Version die es noch nicht öffentlich gibt unterstützt RetroShare DHT und eine verbesserte DynDNS Funktion.
Habe hier mal die aktuelle 0.5.1 Revision 3965 Portable von Januar 2011 zum testen rein gestellt.
http://hotfile.com/dl/100225240/d6435f8/RetroShare_0.5.1_3965_portable.zip.html

Des weiteren habe ich dir mal p.M eine Adresse geschickt bei dessen Forum Du dich um Freunde für RetroShare bewerben kannst.

  



 


« Last Edit: January 28, 2011, 07:23:44 PM by ContractSlayer »

Offline snsnsnsn

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Re: Praxistest Kommute
« Reply #17 on: January 29, 2011, 02:17:16 PM »
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Sobald man bei RetroShare mit jemanden chattet egal ob mit den öffentlichen oder privaten Chat kann man dessen IP-Adresse einsehen.

Auch der Chat könnte sicherlich über Turtle Routing werden.

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Wenn also der Chat für ausstehende zugänglich wäre, könnte so verfolgt werden wie groß das RetroShare Netzwerk ist,

Ja, aber was sollte man daraus schon ableiten. Die Browserhersteller haben auch Statistiken wie viele Anwender es gibt. Aber das hilft niemanden bei der Bekämpfung des Besuches verbotener Webseiten. Weiterhin wären ja nur die verzeichnet die Freunde suchen, nicht die die sie bereits gefunden haben.

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welche IP-Adressen gerade Online sind, evtl. wer mit wen verbunden ist,
Es ist nicht strafbar online zu sein.

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das Netzwerk wäre mit gewissen Attacken leichter angreifbar, bis hin zu Störhaftung wäre dann alles möglich.
Wie oben, nur dann wenn man noch Freunde sucht.

Wenn man unbedingt alles trennen will, könnte man ja in RetroShare auch den Link zu einem Forum oder Chat einbauen. Es könnte auch eine Art Kontaktanzeige sein in der man sagt zu welchem Thema man Freunde sucht. Interessant könnte dieses Diaspora sein, eine Art Facebook. Die Lösung ist nicht wichtig, wichtig ist nur daß sich in dem Bereich etwas tut und daß alle Gesucht gebündelt werden.

Offline ContractSlayer

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Re: Praxistest Kommute
« Reply #18 on: January 30, 2011, 11:16:16 AM »
Posted by: snsnsnsn
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Ja, aber was sollte man daraus schon ableiten. Die Browserhersteller haben auch Statistiken wie viele Anwender es gibt. Aber das hilft niemanden bei der Bekämpfung des Besuches verbotener Webseiten. Weiterhin wären ja nur die verzeichnet die Freunde suchen, nicht die die sie bereits gefunden haben.
Es würde jedoch somit die Möglichkeit bestehen, die IP-Adressen sämtlicher RetroShare Benutzer zu erfassen.
Das hätte fatale Folgen, wenn z.B. alleine die Benutzung von RetroShare als illegal angesehen würde.
Somit könnte man rechtlich viel einfacher gegen die RS Benutzer vorgehen.
Angefangen über Geldstrafen bis eine Hausdurchsuchung wäre somit möglich, da der anfangs verdacht evtl. schon ausreicht.
Die Klausel der Störhaftung, würde zusätzlich dazu beitragen.
(Zitat. wer die Tat nicht begangen hat, diese jedoch Unterstützt hat, kann wie der eigentliche Täter im Anspruch genommen werden)
Das wäre im schlimmsten Fall alleine die Benutzung bzw. die Bereitstellung eines anonymen Netzwerkes. 
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Es ist nicht strafbar online zu sein.
Bisher noch nicht ;)
Es ist jedoch ein gewaltiger unterschied zwischen surfen und Web und die Benutzung von anonymen Netzwerken.
Man sollte sich halt immer die Frage stellen, warum benutzt man anonyme Netzwerke?
An legales Material kommt man bedeutend schneller außerhalb von diesen Netzwerken.

Aber wie gesagt, bisher ist mit nicht davon bekannt, dass jemand in einen anonymen Netzwerk abgemahnt wurden ist.
*Schätze* auch mal das dies vorerst nicht geschehen wird, da es in nicht anonymen Netzwerken bisher noch genügend User zu Abmahnen gibt und die Benutzer Anzahl der anonymen Netzwerken zu gering ist um effektiv abmahnen zu können.

Jedoch wurde mit der Störhaftung ein Gesetz geschaffen, dessen die meisten anonymen Netzwerken nichts entgegen zusetzen haben.