Author Topic: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich  (Read 107159 times)

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Offline Markus

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Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« on: February 07, 2005, 08:50:30 PM »
Update 2005-10-27: Beschreibungen ergänzt bzw. aktualisiert
Update 2005-11-17: Beschreibung um Entropy ergänzt
Update 2006-07-17: Beschreibung um RShare ergänzt
Update 2006-12-20: Beschreibungen aktualisiert und Hornet P2P aus Übersicht entfernt
Update 2007-01-25: Beschreibung von RShare aktualisiert
Update 2007-04-19: Beschreibung von MUTE aktualisiert
Update 2007-06-12: Beschreibung von RShare aktualisiert und um StealthNet ergänzt
Update 2007-06-12: Beschreibung von HornetP2P entfernt


Da die Frage immer wieder gestellt wird und vielen Newbies auf diesem Gebiet erst einmal komplett der Überblick fehlt, möchte ich versuchen, mit diesem Kurztest einen Vergleich zu liefern. Ich gehe ganz bewußt nicht allzu sehr auf die technischen Details ein, sondern versuche mich mehr auf die Punkte Usability und generelle "Alltagstauglichkeit" zu konzentrieren. Obwohl ich mich bemühe, so objektiv wie möglich zu bleiben, wird mir dies sicher nicht immer gelingen. Deshalb gilt: Was mir persönlich nicht so gut gefällt, kann für jemand anders der absolute Knaller sein; aus diesem Grund kann ich jedem nur empfehlen, die ganzen hier beschriebenen Programme einfach mal zu testen - Hilfe wird man hier im Board bestimmt finden...:)

Eines vorweg: Ich gebe keine Garantie dafür, daß diese Übersicht absolut fehlerfrei und absolut korrekt ist. Generell bin ich für Hinweise auf falsche Angaben bzw. Verbesserungsvorschläge immer dankbar 8) Zum besseren Verständnis weise ich noch darauf hin, daß ich die Bezeichnung "anonyme Netzwerke" im folgenden Text mit aN abkürzen werde, andernfalls tippe ich mir wahrscheinlich die Finger wund ;)

Zu guter Letzt weise ich noch darauf hin, daß die Übersicht keinesfalls vollständig ist. Dafür habe ich all jene Programme berücksichtigt, die zum aktuellen Zeitpunkt funktionieren und nicht bloß als Prototypen existieren.

So, genug der vielen Worte. Es geht los, und zwar alphabetisch mit

1. ANts

ANts existiert seit ca. einem(?) Jahr und war zusammen mit MUTE eines der ersten massenkompatiblen aN. Massenkompatibel deshalb, weil es wie MUTE im Vergleich mit Freenet schon fast simpel zu bedienen ist. Sogar ein unerfahrener User sollte in der Lage, ANts zu bedienen. Eine Java-GUI greift einem hierbei unter die Arme, wobei genau diese GUI meiner Meinung nach schon wieder zuviel des Guten ist. So genehmigt sich eine ANts-Instanz durchaus mal ca. 70 MB(!) Hauptspeicher, und das ist mir persönlich etwas zu happig. Daran kann auch die Mehrsprachigkeit von ANts nichts ändern, die z.B. auch deutschen Sprachsupport bietet.

Obwohl Roberto Rossi AKA Gwren (der Autor von ANts) wirklich fleißig an seinem Programm arbeitet und auf jeden Fall wöchentlich Updates für ANts herausbringt, kann es im Extremfall auch zu täglichen(!) Updates kommen. Einerseits sind Bugfixes gut und recht, andererseits ist genau das der Knackpunkt bei ANts: Durch die häufigen Updates befindet sich das ANts-Netz meistens in einem instabilen Zustand, was wiederum zu äußerst schlecht oder gar nicht funktionierenden Downloads führt. ANts ist genauso wie seine Mitbewerber immer noch ein sehr kleines aN, hat jedoch durchaus noch Potential und wenn sich das Netz erst einmal stabilisiert hat, ist es ein durchaus interessanter Kandidat für anonymes Filesharing.

Ach ja, eine Besonderheit ist noch der in ANts integrierbare Webserver. Dieser ist allerdings nicht Bestandteil von ANts, sondern muß separat installiert werden (Apache, Xitami, IIS usw.). Die Einbindung dieses Webservers in ANts erlaubt anonyme Websites im ANts-Netz, wenn es denn funktioniert (was in meinen zahlreichen Tests leider nie der Fall war!).

Fazit: Eine fehlende Konsolenversion ohne grafischen Schnickschnack macht das Programm für Linux-User erst einmal uninteressant, insbesondere dann, wenn man es auf einem Host mit wenig Hauptspeicher laufen lassen möchte (< 128 MB). Wer bereit ist, jedes der Updates einzuspielen und Wert auf eine aufgemotzte bunte Oberfläche legt, ist mit ANts nicht am schlechtesten bedient. Die Verfügbarkeit von Dateien hält sich zwar noch in Grenzen, nimmt aber im Vergleich zum Stand vor einem halben Jahr deutlich zu.

Update 2007-01-25:
Das letzte Update von ANts liegt schon Monate zurück, und sowohl Anzahl der User als auch die Inhalte sind spürbar weniger geworden. Wenn das so weitergeht, dann wird ANts eines Tages das Schicksal von MUTE teilen.

Update 2007-06-12:
Ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, daß es keine weiteren ANts-Releases mehr geben wird. Es sieht auch nicht danach aus, als hätte ein anderer Entwickler Interesse daran, ANts in dieser oder in einer anderen Form weiterzuentwickeln.


2. Freenet

Der Text zu Freenet wurde von Nemo geschrieben, deshalb erstmal ein fettes thx! an dieser Stelle an ihn :D

Freenet ist ein anonymes P2P Netzwerk, welches wie eine riesige verschlüsselte Festplatte funktioniert (wie Entropy oder vergleichbar mit GNUnet). Das Projekt existiert schon seit Anfang 2000 und das P2P Netzwerk ist berüchtigt für die Langsamkeit, Benutzerunfreundlichkeit und die Diskussionen über unerwünschte Inhalte.
Jeder Benutzer, der einen Freenet Knoten betreibt, stellt Speicherplatz auf der Festplatte und Bandbreite zur Verfügung. Inhalte (Dateien, Webseiten) werden beim Einfügen ins Netzwerk verschlüsselt, aufgesplittet und auf mehrere andere Knoten verteilt. Da niemand weiss, welche Daten wo abgelegt worden sind, ist das Netzwerk anonym und zensurresistent. Nach dem Einfügen der Daten bleiben sie solange abrufbar, bis sie nicht mehr weiter angefordert und von anderen Daten verdrängt werden. Somit kann man nach dem Upload von Dateien oder der eigenen Freesite offline gehen, und die Daten bleiben weiterhin abrufbar.

Aus der Sicht der Benutzer:

    * Der Freenet Knoten ist plattformunabhängig, da in Java geschrieben
    * Ein Freenet Knoten braucht viel RAM und viel Rechenleistung. Der Knoten muss mehrere Stunden am Stück laufen, um optimal zu funktionieren. Die Integrationsphase eines neuen Knotens kann bis 24h betragen, danach "kennt sich der Knoten aus" und die Inhalte werden schneller gefunden. Sobald man viele eingehende Verbindungen aus dem Internet bekommt, läuft Freenet flüssiger (=>NAT/Firewall richtig einstellen!)
    * Sobald der Knoten läuft, kann man mit viel Geduld (mehrere Minuten, halbe Stunde) die anonymen Freesites per Browser ansurfen. Viele Freesites werden nicht mehr aktualisiert und sind somit teilweise oder komplett aus dem Netzwerk verschwunden
    * Mittels Client Programmen (Übersicht1, Übersicht2) kann man wie mit einem Downloadmanager einfach viele Dateien aus dem Freenet herunterladen oder ins Freenet einfügen (=>FUQID), mit anderen Benutzern in einem Forum Nachrichten und Dateien austauschen (=>Frost) oder seine eigene Freesite einfügen (=>FIW)
    * Wie schon erwähnt, kann Freenet Webseiten (sog. Freesites) aufnehmen. Diese Seiten dürfen nur statisch sein (keine Scripte möglich) und sind beim Einfügen und beim Browsen ziemlich träge. Freenet übernimmt das zensurresistente Hosting; einmal im Freenet, bleiben diese Informationen für ein paar Wochen darin.
    * Freenet ist nicht für Realtime-Anwendungen geeignet. Es eignet sich für alle Anwendungen, wo Zeit keine grosse Rolle spielt. Freenet übernimmt die Rolle der Datenspeicherung und -verteilung, es liegt an den Applikationsentwicklern, nützliche Clientprogramme zu schreiben... Übrigens ergänzen sich Freenet und I2P, denn I2P eignet sich für alle Realtime-Applikationen (Chat, IM, CVS, ...)

Fazit: Für den Anfänger der denkbar ungeeignetste Einstieg in die die Welt der aN, zumal Freenet auch nicht primär für Filesharing entwickelt wurde.

3. GNUnet

GNUnet ist wahrscheinlich neben Freenet das am längsten existierende aN, wobei es von der Popularität her eher die hinteren Plätze belegt. Dies dürfte größtenteils darauf zurückzuführen sein, daß GNUnet lange Zeit nicht für Windows verfügbar war, sondern ausschließlich per CLI (Command Line Interface) auf Linux seine Stärken ausspielen durfte. Eine funktionale und schlanke GUI gibt es mittlerweile sowohl für Linux als auch für Windows, außerdem gibt es auch eine Windows-Version von GNUnet. Da der Maintainer der Windows-Version hier im Board im GNUnet-Forum auch aktiv ist, sind Fragen zu GNUnet dort bestens aufgehoben 8)

Den folgenden Teil habe ich einfach aus einem Beitrag von Nils übernommen, da er kurz und bündig die wichtigsten Aspekte von GNUnet beleuchtet:

--- snip ---

GNUnet wird seit über drei Jahren von mehreren Freiwilligen weltweit entwickelt. Es unterliegt der GPL und ist die offizielle P2P-Software des GNU-Projekts.
Die weitere Entwicklung von GNUnet wird daher eher nicht von Spenden abhängig sein... Roll Eyes

Grundsätzlich kommen bei GNUnet die Themen Sicherheit, Anonymität, Schutz vor "freeloading" und Abstreitbarkeit an erster Stelle. Erst an zweiter Stelle kommt Geschwindigkeit. Deshalb sollte man keine 80 KB/s-Downloads erwarten.

--- /snip ---

Wer eine riesige Anzahl von Dateien zum Download sucht, sollte sein Augenmerk besser auf ein anderes aN richten, denn die Auswahl bei GNUnet ist sehr beschränkt. Wie Nils bereits geschrieben hat, darf man auch keine allzu hohen Downloadraten erwarten, dafür wird mehr Wert auf Anonymität und damit verbunden auch Sicherheit für Teilnehmer im GNUnet gelegt.

Fazit: GNUnet wird aufgrund der Verfügbarkeit einer Windows-Version sicher noch ein paar User als Nodes gewinnen können, aber ob sich die Teilnehmerzahl wirklich in größerem Maße entwickeln wird, muß sich erst noch herausstellen.

Update: 2006-20-12

Da ich nicht glaube, daß Hornetp2p jemals weiterentwickelt wird, nehme ich es aus dieser Übersicht raus.


4. I2P

Obwohl I2P ebenfalls zu den eher weniger populären Vertretern zählt, sehe ich darin ein gewaltiges Potential. Zum einen ist I2P keine Ein-Mann-Show, sondern es steckt ein engagiertes Entwicklerteam dahinter, das etwas von seinem Job versteht, zum anderen bietet I2P wesentlich mehr Möglichkeiten als seine Mitbewerber. Neben Filesharing via I2P-BitTorrent setzen noch eine ganze Reihe anderer Services auf I2P auf, wie z.B. Chat, Mail oder Websites - selbstverständlich alles anonym  :D Weitere Anwendungen sind bereits in Entwicklung, wie z.B. ein natives Filesharing-Tool.

Gemessen an der Leistungsfähigkeit von I2P ist es auch für Einsteiger erstaunlich leicht zu bedienen. So kommt die Windows-Version mit einem Installer daher, mit dem sich I2P schnell und einfach installieren läßt. Wer langsam einsteigen und deshalb zunächst nur BT via I2P nutzen möchte, muß nichts weiter tun, als den I2P Router und nach ein paar Minuten Wartezeit den I2P BT Client mit den passenden torrent files zu starten - fertig! (siehe dazu auch mein Tutorial zum Thema I2P-BT im deutschen I2P-Forum)

Etwas aufwendiger wird dann die Konfiguration einer eigenen anonymen Website, im I2P-Jargon "eepsite" genannt; allerdings ist auch das kein unlösbares Problem. Da ich sowieso zur Zeit am meisten mit I2P herumspiele, plane ich für die nächste Zeit noch ein Tutorial speziell zum Thema "Installation/Konfiguration von eepsites im I2P-Netz". Selbstverständlich ist I2P mit seinen Möglichkeiten damit noch lange nicht am Ende, ganz im Gegenteil: Sich mit den vielen Möglichkeiten von I2P auseinander zu setzen macht richtig Laune :)

Das einzige, was ich momentan an I2P auszusetzen habe, ist die Tatsache, daß es in Java geschrieben ist ;) Man darf sich allerdings nicht vom leicht bedienbaren I2P BT Client täuschen lassen, denn wer wirklich tiefer in die Materie einsteigen möchte, sollte schon etwas Erfahrung zum Thema aN gesammelt haben, denn spätestens beim Zugriff auf die Router-Console geht es ans eingemachte...

Fazit: An meiner Einschätzung bzgl. I2P hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil: Mit den Versionen ab 0.6.x läuft I2P sehr stabil, und obwohl I2P nicht primär für anonymes Filesharing entwickelt wurde, funktionieren P2P-Anwendungen wie I2P BT und i2phex einwandfrei damit. Die große Bandbreite an verfügbaren Services wie Mail, IRC und Websites machen I2P zum perfekten Werkzeug für alle, die an einem gut funktionierenden aN interessiert sind. 

5. MUTE

Als ich Planet Peer im Oktober 2003 ins Leben gerufen habe, war MUTE zu diesem Zeitpunkt ein absoluter Knaller. Außer Freenet und GNUnet gab es damals nichts, was für den Durchschnittsuser tauglich gewesen wäre. Es ist durchaus nicht vermessen zu behaupten, daß MUTE die Ära der "bedienbaren" (immer gemessen an der Handhabung von Freenet ;)) anonymen P2P-Clients bzw. Netzwerke eingeläutet hat. Obwohl es seinerzeit viele Klagen über die für Windoze-User ungewohnte GUI gab (MUTE verwendet wxWindows, eine plattformunabhängige Bibliothek zur Gestaltung von GUIs), wurden es doch immer mehr User, die sich schließlich dafür interessierten.

Im Lauf der Zeit gab es schließlich zwei weitere MUTE-kompatible Projekte, nämlich MUTE MFC und NapShare. Während MUTE MFC ausschließlich für Windows verfügbar ist (MFC = Microsoft Foundation Classes), gibt es NapShare sowohl für Windows als auch für Linux. MUTE MFC bietet neben einer schöner designten Oberfläche auch Multilanguage Support, während NapShare hauptsächlich mit seinem Automation Support glänzt. Beide Spin-Offs setzen auf der Codebasis von MUTE auf, das nach wie von Jason Rohrer in Eigenregie entwickelt wird.

Während aN wie ANts konsequent auf end-to-end encryption setzen (der komplette Traffic wird verschlüsselt), hält Jason Rohrer das für unnötig. Das warum und weshalb wird ausführlich auf der MUTE Website erläutert, ich möchte deshalb auch nicht näher darauf eingehen. Da die Entwicklung von MUTE hauptsächlich von Jason abhängig ist (obwohl Nate und JROC mittlerweile auch selber interessante Features einbauen) , werden schon lange gewünschte Features wie Multisource downloads nur sehr träge implementiert - von swarming ist bis heute noch nichts zu sehen. Wenn Nate und JROC nicht selber eine Resume-Funktion entwickelt hätten, wäre dieses wahrscheinlich immer noch nicht enthalten ;)

Damit komme ich auch zu meiner Kritik an MUTE: Wie man aus dem Text herauslesen kann, wird MUTE nicht von einem Team, sondern von einer einzelnen Person entwickelt. Das ist auch der Grund für den Mangel an Features wie z.B. Swarming/Multisource downloads. Obwohl manche Leute das Gegenteil behaupten, eignet sich MUTE (noch) nicht für die Verteilung bzw. den Download großer Dateien (> 200 MB). Bedingt durch die Verfügbarkeit für Windows und Linux und die Tatsache, daß es als Konsolenversion auch auf einem Router ohne X betrieben werden kann, sehe ich die geringen Downloadraten im MUTE-Netz nicht als vernichtendes Kriterium an.

Fazit: Ich hoffe, daß Nate und JROC weiterhin so fleißig an "ihren" MUTE-Versionen basteln und damit Jason mehr oder weniger auch dazu bringen, "sein" MUTE auf einem aktuellen Stand zu halten. Darüber hinaus ist eine baldige Implementierung von Swarming/Multisource downloads wünschenswert, denn MUTE ist nicht mehr einzigartig und die Konkurrenz schläft nicht...;) Von der Bedienung her kann ich MUTE uneingeschränkt auch Einsteigern empfehlen, da MUTE und MUTE MFC mittlerweile auch mit deutscher Sprachunterstützung dienen können.

Update 2005-10-27: Abgesehen von einigen kosmetischen Änderungen und einer hübschen neuen Oberfläche bringt auch die letzte freigegebene Version MUTE MFC 0.0.7 keine großen Neuerungen mit. Der Entwickler von MUTE MFC hat bereits angekündigt, daß er sich nach diesem Release erst einmal wieder vom coden verabschieden wird, und von Jason Rohrer (sozusagen der geistige Vater von MUTE) erwarte ich sowieso keine neuen Releases mehr, da er IMHO das Interesse an MUTE verloren hat.

Update 2007-04-19: Jason Rohrer hat nun offiziell bekanntgegeben, daß er das Interesse an der Weiterentwicklung von MUTE verloren hat, da er sich mittlerweile mit anderen Projekten beschäftigt. Er hat zwar angekündigt, daß er noch ein paar bekannte Probleme fixen wird, aber wann das der Fall ist, steht in den Sternen.

Update 2007-04-19:
Tatsächlich hat Jason noch eine fehlerbereinigte Version 0.5.1 von MUTE nachgeschoben, die größere Probleme aus der Welt schafft. Nichtsdestotrotz ändert das nichts an der Tatsache, daß er keine weitere Zeit mehr in die Weiterentwicklung von MUTE investieren möchte.

Hinzu kommt, daß es Stand heute gerade noch drei(!) funktionierende Webcaches für MUTE gibt. Es ist daher absehbar, daß auch diese Webcaches irgendwann nicht mehr funktionieren, und spätestens dann ist das MUTE-Netzwerk ein für allemal Geschichte. Ich persönlich fände es zwar schade, wenn das passieren würde, aber wenn Jason keine Lust mehr hat, dann wird man das wohl oder übel akzeptieren müssen.
 
6. Entropy

Obwohl Entropy (genauso wie Freenet) nicht primär für anonymes Filesharing entwickelt wurden, läßt es sich dennoch dafür einsetzen. Die hinter Entropy steckende Technik ist mit Freenet vergleichbar, ich erspare mir deshalb an dieser Stelle eine weitere Beschreibung. Im Gegensatz zu Freenet wurde Entropy in C geschrieben und ist daher ressourcenschonender.

Lange Zeit war es um Entropy ruhig geworden, da der Entwickler zunächst vorgehabt hatte, keine weiteren Releases mehr zu veröffentlichen. Irgendwann hat es ihn dann aber doch gepackt, und er hat zumindest seinen selbstgestrickten Verschlüsselungsalgorithmus (war immer einer der größten Kritikpunkte an Entropy!) durch einen von Fachleuten anerkannten (RSA) ersetzt. Nichtsdestotrotz hat Entropy nie die Verbreitung wie beispielsweise Freenet erfahren; dadurch ist das Entropy-Netzwerk im Vergleich relativ klein und übersichtlich. Content wird wie bei Freenet auf Freesites (Websites in Freenet) zur Verfügung gestellt, deren Usability und Verfügbarkeit einen Einsteiger in diesem Bereich allerdings sehr bald zur Verzweiflung treiben dürften ;)

Fazit: Ich habe Entropy der Vollständigkeit halber erwähnt. Wer Dokumente, Text usw. anonym zur Verfügung stellen möchte, der sollte einen näheren Blick auf Entropy werfen. Wer jedoch nur an reinem Filesharing interessiert ist, für den kommt Entropy eher nicht in Frage.

7. RShare

Wichtig: Von RShare gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch kein produktives Release, sondern lediglich Vorabversionen. Eine detaillierte Bewertung von RShare werde ich nachreichen, sobald es ein erstes offizielles/produktives Release gibt. Die folgende Beschreibung stützt sich daher zunächst auf Informationen von Lars Regensburger, dem Autor des Programms, sowie die Resultate von einigen Tests von Community Membern.

Aber nun genug der vielen Worte, jetzt geht´s endlich los.

RShare ist ein relativ junges und bis dato noch unbekanntes Produkt, das aber den Platzhirschen wie ANts oder MUTE ebenbürtig, ja wenn nicht sogar überlegen ist. Obwohl RShare primär für Windows in C# und auf .NET 2.0-Basis entwickelt wurde, werkelt der Autor auch fleißig an einer Linux-Version, von der es auch schon erste Screenshots zu sehen gab.

Um die Anonymität herzustellen, wird der komplette Traffic mittels AES-Algorithmus verschlüsselt. Der Zugriff auf andere Nodes im RShare-Netzwerk erfolgt abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Nodes über ein Routing mit variablen Sprüngen, d.h. je mehr Nodes, desto höher die Sicherheit. Dieses Konzept wird auch von anderen aN wie MUTE, ANts oder I2P verwendet und sorgt dafür, daß einzelne Nodes im Netzwerk nicht anhand ihrer IP-Adressen identifiziert werden können. Die Verbindung zum RShare-Netz wird übrigens (genauso wie bei MUTE) über Web Caches hergestellt, von denen es schon einige gibt.

Davon abgesehen bietet RShare eine funktionale und schnörkellose Oberfläche, die sogar mir als Freund der Kommandozeile zusagt.Die strikte Trennung von Core und GUI ist ein weiterer Pluspunkt, da dadurch die Entwicklung alternativer Oberflächen wesentlich leichter vonstatten geht als bei anderen Projekten.

Wie ich eingangs erwähnte, hat sich RShare in den bisherigen Versionen im Rahmen mehrerer Tests erfolgreich bewährt. Downloads waren stabil und schnell, allerdings lassen sich aufgrund der wenigen Teilnehmer noch keine konkreten Aussagen zum Thema Skalierbarkeit und Grad der Anonymität treffen; weitere Tests werden jedoch garantiert folgen.

Update 2007-25-01:

Mit dem Release von RShare 0.7.1.2 "Chamäleon" ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Obgleich das Resuming von Downloads in dieser Version temporär deaktiviert und (wieder) für Version 0.7.2 angekündigt ist, hat RShare meiner Meinung nach MUTE und ANts mittlerweile deutlich an Funktionalität überholt. Daß immer mehr User Gefallen an RShare finden, zeigt zum einen die rege Nachfrage im RShare-Forum und zum anderen die stetig wachsende Anzahl von Nodes und Content im RShare-Netzwerk.

8. StealthNet

Vormals unter dem Namen RShare Community Edition bekannt, wurde StealthNet am 08.06.2007 erstmalig released. StealthNet baut auf dem RShare-Sourcecode auf und bietet einige interessante neue Features wie (wieder funktionierendes) Download Resuming, verbesserte Suchmöglichkeiten, Mehrsprachigkeit uvm.

Da das für RShare gesagte in dieser Form auch für StealthNet gilt, komme ich gleich zum Fazit: Im direkten Vergleich mit MUTE und ANts darf StealthNet bzw. das RShare-Netz mittlerweile den ersten Platz für sich beanspruchen, da es zum einen aktiv weiterentwickelt wird und zum anderen bereits jetzt schon eine Userbase hat, die ANts und MUTE nicht erreichen können.

9. Exoten

Neben den hier vorgestellten aN gibt es noch eine Reihe weiterer "Exoten" wie Winny oder Share. Während sich Winny und sein Nachfolger Share speziell in Japan höchster Beliebtheit erfreuen, sind sie bei uns nahezu unbekannt. Da diese Netze hauptsächlich Inhalte in japanischer Sprache anbieten, sind sie für den Rest der Welt uninteressant. Hinzu kommt, daß man den Begriff Anonymität in diesem Kontext eher kritisch betrachten sollte: Share wird z.B. AFAIK lediglich über eine Freesite im Freenet vertrieben, und ob der Sourcecode (falls verfügbar) tatsächlich mit dem Binary übereinstimmt (oder umgekehrt), steht auf einem anderen Blatt.

Meine Empfehlung ist deshalb, von solch exotischen Lösungen Abstand zu nehmen und bewährtes zu verwenden.
« Last Edit: June 12, 2007, 10:06:21 AM by Markus »


Cheers,
Markus

Offline Nemo

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Gute Arbeit!
« Reply #1 on: February 08, 2005, 08:59:48 AM »
@Markus: Da hast du super Arbeit geleistet, anstelle von technischen Vergleichen hast du eine Übersicht aus Anwendersicht gegeben. Weiter so!  ;D

@alle: Hier ist ein technischer Vergleich von I2P zu anderen anonymen Netzwerken: http://www.i2p.net/how_networkcomparisons
Ausserdem findet man Informationen zu den anonymen P2P-Netzen in der deutschen und der englischen Version von Wikipedia. (z.B. hier hat es weitere Links: http://en.wikipedia.org/wiki/Anonymous_P2P )

MfG,
Nemo.
« Last Edit: February 08, 2005, 09:01:39 AM by Nemo »

Offline Markus

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Re: Gute Arbeit!
« Reply #2 on: February 08, 2005, 09:08:22 AM »
@Markus: Da hast du super Arbeit geleistet, anstelle von technischen Vergleichen hast du eine Übersicht aus Anwendersicht gegeben. Weiter so!  ;D
Danke, ich werde weiterhin am Ball bleiben ;D

@Nemo: Willst du vielleicht noch ein paar Worte zu Freenet sagen? Muß nicht viel sein, aber ein paar Infos wären nicht schlecht...


Cheers,
Markus

Offline Nemo

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Re: Gute Arbeit!
« Reply #3 on: February 08, 2005, 11:25:26 AM »
@Nemo: Willst du vielleicht noch ein paar Worte zu Freenet sagen? Muß nicht viel sein, aber ein paar Infos wären nicht schlecht...
Hier im deutschen Freenet Forum habe ich eine kleine Einführung gepostet: http://board.planetpeer.de/index.php/topic,709.0.html

Ich habe sie extra nicht so einladend für Filesharer geschrieben, denn Freenet ist mehr für freie Meinungsäusserung und ähnliche hohen Ziele geeignet, als für Filesharing im grossen Stil.
Vielleicht ändert sich das einmal, wer weiss. Mit Freenet 0.7 wird es einen Redesign geben, um viele komplizierte Funktionen mit einfacheren und übersichtlicheren Codestücken zu ersetzen.

MfG,
Nemo.

PS: Kannst meine Einführung verwenden/verändern wie du willst (oder auch nur verlinken), aber lass das Original-Posting im Freenet Forum unverändert.  :)

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Re: Gute Arbeit!
« Reply #4 on: February 08, 2005, 11:42:58 AM »
Hier im deutschen Freenet Forum habe ich eine kleine Einführung gepostet: http://board.planetpeer.de/index.php/topic,709.0.html

Ich habe sie extra nicht so einladend für Filesharer geschrieben, denn Freenet ist mehr für freie Meinungsäusserung und ähnliche hohen Ziele geeignet, als für Filesharing im grossen Stil.
Vielleicht ändert sich das einmal, wer weiss. Mit Freenet 0.7 wird es einen Redesign geben, um viele komplizierte Funktionen mit einfacheren und übersichtlicheren Codestücken zu ersetzen.

MfG,
Nemo.

PS: Kannst meine Einführung verwenden/verändern wie du willst (oder auch nur verlinken), aber lass das Original-Posting im Freenet Forum unverändert.  :)
Prima && danke, ich werde deinen Text dann mal so übernehmen und in die Übersicht einfügen.


Cheers,
Markus

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #5 on: February 11, 2005, 12:03:20 PM »
Hallo,

Vielen Dank für die interessante Übersicht. Ich denke, dass du die Leistungsmerkmale und die Nutzbarkeit hervorragend dargestellt hast.

ich möchte der Vollständigkeit halber hinzufügen, dass technologisch völlig unterschiedliche Verfahren einem gemeinsamen Vergleich unterzogen wurden.

Das ist von der Nutzerwarte sicherlich sehr verständlich. Vielleicht könnte man, bevor man auf die einzelnen Netzwerke eingeht, erläutern, welche grundsätzlichen verfahren von den Netzwerken zum Erreichen einer gewissen Anonymität verwendet werden, und zu welcher "Klasse" die Netzwerke gehören (DHT, Mixer etc)

BTW, schön, endlich ein deutschsprachiges Forum gefunden zu haben :)

Beste Grüsse

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #6 on: February 11, 2005, 07:34:34 PM »
Hallo,

Vielen Dank für die interessante Übersicht. Ich denke, dass du die Leistungsmerkmale und die Nutzbarkeit hervorragend dargestellt hast.
Danke, danke :)

Quote
ich möchte der Vollständigkeit halber hinzufügen, dass technologisch völlig unterschiedliche Verfahren einem gemeinsamen Vergleich unterzogen wurden.

Das ist von der Nutzerwarte sicherlich sehr verständlich. Vielleicht könnte man, bevor man auf die einzelnen Netzwerke eingeht, erläutern, welche grundsätzlichen verfahren von den Netzwerken zum Erreichen einer gewissen Anonymität verwendet werden, und zu welcher "Klasse" die Netzwerke gehören (DHT, Mixer etc)
Ich habe die Übersicht deshalb primär aus Anwendersicht geschrieben, weil sich viele Leute einfach keine Vorstellung davon machen können, was sich genau hinter den Begriffen anonyme Netze/anonymes Filesharing verbirgt. Ein Großteil der interessierten User dürfte IMHO an den technischen Details auch nicht sonderlich interessiert sein - für diese Gruppe muß es einfach nur funktionieren, und zwar möglichst einfach...;)

Anyway, dieser Vergleich lebt natürlich von der Mitarbeit der Member, und wer immer etwas dazu beisteuern kann, der ist herzlich eingeladen, dies zu tun 8) Von Nemo stammt z.B. der Abschnitt zu Freenet. Eine Übersicht mit den technischen Details würde das ganze natürlich vervollständigen - also, wer meldet sich freiwillig? :)

Quote
BTW, schön, endlich ein deutschsprachiges Forum gefunden zu haben :)
;D



Cheers,
Markus

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #7 on: February 11, 2005, 09:46:59 PM »

Ich habe die Übersicht deshalb primär aus Anwendersicht geschrieben, weil sich viele Leute einfach keine Vorstellung davon machen können, was sich genau hinter den Begriffen anonyme Netze/anonymes Filesharing verbirgt. Ein Großteil der interessierten User dürfte IMHO an den technischen Details auch nicht sonderlich interessiert sein - für diese Gruppe muß es einfach nur funktionieren, und zwar möglichst einfach...;)

Anyway, dieser Vergleich lebt natürlich von der Mitarbeit der Member, und wer immer etwas dazu beisteuern kann, der ist herzlich eingeladen, dies zu tun 8) Von Nemo stammt z.B. der Abschnitt zu Freenet. Eine Übersicht mit den technischen Details würde das ganze natürlich vervollständigen - also, wer meldet sich freiwillig? :)


Hallo,

du sprichst hier einen interessanten Punkt an.  Ich rede jetzt nicht davon, dass der Radiohörer tatsächlich wissen sollte, WIE
ein Radio funktioniert, aber was ich für ein erstrebenswertes Ziel halte, ist, dass der Anwender mehr weiss, als dass das
Netzwerk seiner Wahl "anonym" ist. Für die meisten ist der Begriff Anonymität so etwas für Feenstaub - Man kennt
vielleicht das Prinzip IP und TCP, hat aber nicht einmal die LEISESTE Idee, mit welchen Methoden und Mechanismen gearbeitet wird, um genau ein gerüttelt Mass "Anonymität" zu erreichen.

Und ehrlich gesagt sollte jemand, der durch die Nutzung eines anonymen P2P Systems der direkten Urheberrechtsverletzungsverfolgung ( oder Strafverfolgung )  aus dem Weg gehen möchte, zumindest ein Mindestmass an Interesse für das System aufbringen, das ihn "schützt" - Er soll nicht gleich Entwickler werden, aber mit  populärwissenschaftlichen Methoden in die Lage versetzt werden, einen einigermassen akkuraten Überblick zu bekommen.

So, jetzt hab ich bestimmt viel ideellen Mist erzählt :)

Grüsse

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #8 on: February 11, 2005, 10:33:05 PM »
Und ehrlich gesagt sollte jemand, der durch die Nutzung eines anonymen P2P Systems der direkten Urheberrechtsverletzungsverfolgung ( oder Strafverfolgung )  aus dem Weg gehen möchte, zumindest ein Mindestmass an Interesse für das System aufbringen, das ihn "schützt" - Er soll nicht gleich Entwickler werden, aber mit  populärwissenschaftlichen Methoden in die Lage versetzt werden, einen einigermassen akkuraten Überblick zu bekommen.

So, jetzt hab ich bestimmt viel ideellen Mist erzählt :)

Grüsse

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Nein, ich halte es in keinster Weise für ideellen Mist, aber schön der Reihe nach...

Generell habe ich speziell bei anonymen Netzwerken folgende Erfahrung gemacht:

1. Thema aN/aP2P wird erwähnt
2. Antwort: "Ach, das geht ja gar nicht - viel zu langsam - kaum Auswahl - ich bleibe lieber bei eDonkey!"
3. Hinweis auf Anonymität und/oder strafrechtliche Konsequenzen
4. Antwort: "Pah, Filesharing machen so viele, die kriegen mich nie!"
5. Ende der Diskussion

Die Frage, wie die Anonymität denn gewährleistet wird, taucht nur in den wenigsten Fällen auf. Deshalb habe ich die Übersicht wirklich fürs erste einmal ohne allzu viel "tech specs" verfasst - das heißt aber nicht, daß das immer so bleiben wird 8)

Generell stimme ich dir aber insofern zu, als daß es speziell im Bereich des Filesharings schon wissenswert ist, auf was man sich da einläßt und welchen Schutz man erhält.



Cheers,
Markus

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #9 on: February 11, 2005, 10:39:27 PM »

Nein, ich halte es in keinster Weise für ideellen Mist, aber schön der Reihe nach...

Generell habe ich speziell bei anonymen Netzwerken folgende Erfahrung gemacht:

1. Thema aN/aP2P wird erwähnt
2. Antwort: "Ach, das geht ja gar nicht - viel zu langsam - kaum Auswahl - ich bleibe lieber bei eDonkey!"
3. Hinweis auf Anonymität und/oder strafrechtliche Konsequenzen
4. Antwort: "Pah, Filesharing machen so viele, die kriegen mich nie!"
5. Ende der Diskussion

Die Frage, wie die Anonymität denn gewährleistet wird, taucht nur in den wenigsten Fällen auf. Deshalb habe ich die Übersicht wirklich fürs erste einmal ohne allzu viel "tech specs" verfasst - das heißt aber nicht, daß das immer so bleiben wird 8)

Generell stimme ich dir aber insofern zu, als daß es speziell im Bereich des Filesharings schon wissenswert ist, auf was man sich da einläßt und welchen Schutz man erhält.

Hallo,

klingt ja nach viel Leid, was du schon mitmachen musstest :)
Daran sieht man aber, das der Leidensdruck offensichtlich noch nicht den Endanwender erreicht hat.

postman
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Offline Markus

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #10 on: February 11, 2005, 11:03:25 PM »
Hallo,

klingt ja nach viel Leid, was du schon mitmachen musstest :)
Daran sieht man aber, das der Leidensdruck offensichtlich noch nicht den Endanwender erreicht hat.

postman
Nun ja, es gibt schlimmeres ;) Aber nachdem jetzt schon die ersten verängstigten User in diversen Foren nachfragen, ob sie etwas befürchten müssen, wenn die MPAA die Logfiles von Lokitorrent auswertet...

Dieses Beispiel allein zeigt wieder einmal mal mehr, daß die Zeit der aN gekommen ist.



Cheers,
Markus

Offline Nicegirly

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #11 on: May 21, 2005, 12:37:33 PM »
Hallo,

also ich als Newcomerin würde mich schon dafür interessieren, wie dieser "Schutz" in anonymen Netzwerken gewährleistet wird, bzw. welche Programme den besten Schutz bieten. Habe nicht sonderlich Bock darauf, dass meine IP für jedermann zugänglich wird  ;)

Schöne Grüße

Nicegirly

Offline crypton

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #12 on: July 21, 2005, 12:15:12 PM »
habs was intressantes gefunden aber ist glaub schon alt aber ich habe es erst heute entdeckt!
hat eigentlich nicht ganz mit opensource zu tun nur teilweise davon:

http://www.testberichte.de/preisvergleich/level4_computer_21754.html

http://www.testberichte.de/preisvergleich/level4_pc_praxis_18793.html
« Last Edit: July 21, 2005, 12:19:23 PM by defnax »

Offline Markus

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #13 on: July 21, 2005, 06:39:52 PM »
habs was intressantes gefunden aber ist glaub schon alt aber ich habe es erst heute entdeckt!
hat eigentlich nicht ganz mit opensource zu tun nur teilweise davon:

http://www.testberichte.de/preisvergleich/level4_computer_21754.html

Filetopia P2P ist also Testsieger, nun ja ;D Leider ist aus diesem unvollständigen Bericht nicht erkennbar, welche Kriterien der Bewertung zugrunde gelegt wurden, aber lustigerweise tauchen die sichersten Programme auf den letzten Plätzen auf. Klar, die sind ja auch bedienerfeindlich ;)

Aber genau aus diesem Grund gibt es auch das Planet Peer-Board. Hier gibt es Berichte aus der Praxis und für die Praxis, hier zählen nur knallharte Fakten und keine hanebüchenen nicht nachvollziehbaren Testberichte...;D



Cheers,
Markus

Offline crypton

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Re: Anonymes Filesharing: Ein kurzer Vergleich
« Reply #14 on: July 21, 2005, 09:18:30 PM »
ja ich stimme dir zu!

die liste kannst ja vergessen und was I2P für note bekommen hat usw.

Die haben keine Ahnung!