Author Topic: Argumente für anonymes Filesharing...  (Read 16163 times)

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Offline Markus

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Argumente für anonymes Filesharing...
« on: January 22, 2005, 09:31:44 PM »
Diesen Beitrag habe ich deshalb geschrieben, um Usern, die immer noch Netze wie eDonkey oder FastTrack (KaZaa) verwenden, ein paar handfeste Argumente für den Umstieg auf anonymes Filesharing zu liefern. Einige Punkte sind sicher etwas subjektiv, aber das liegt in der Natur der Sache ;-)

0. Ich bin doch recht sicher, wenn ich in der großen Masse der Filesharer mitschwimme!

Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ein Restrisiko ist immer vorhanden, da du dich in einem unsicheren Netz bewegst.

1. Wie wollen die mich ausfindig machen? Ich habe T-DSL und bekomme nach 24 Stunden sowieso eine andere IP-Adresse!

Es ist heutzutage garantiert kein Problem mehr, einen User in einem nicht anonymen Netzwerk zu lokalisieren und gleichzeitig zu ermitteln, was dieser User wann genau getauscht bzw. weiterverteilt hat. Dafür gibt es Firmen, die sich auf das Aufspüren von Rechteverletzern im Auftrag der Musik-, Film- und Softwareindustrie oder wem auch immer spezialisiert haben (Stichwort: BayTSP, Retspan).

Ach ja, und wer sich in Sicherheit wähnt, nur weil er nach spätestens 24 Stunden eine neue IP-Adresse zugeteilt bekommt: Selbst bei Flatrate-Usern werden die entsprechenden Logs von T-Online AFAIK 90 Tage aufbewahrt (obwohl es nicht ganz koscher ist, einfach mal eine Runde Googlen).

2. Ich tausche ja nur ein paar Songs und Filme, da wird schon nichts passieren

_Jede_ Weitergabe von urheberrechtlich geschützten Werken wie beispielsweise MP3-Songs kann nach dem Urheberrechtgesetz geahndet werden. Die alte Bauernweisheit "Wo kein Kläger, da kein Richter" funktioniert heute aber nicht mehr, denn wie die IFPI Deutschland in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen hat, kommen neben einer Zivilklage beeindruckende (wenngleich auch realitätsferne!) Schadenersatzforderungen zusammen.

Ende letzten Jahres hat auch die MPAA angekündigt, eine schärfere Gangart gegenüber P2P-Usern einzulegen, die aktuelle Kinofilme bereits vor dem offiziellen Kinostart über Tauschbörsen verbreiten. Nur weil bislang keine Taten gefolgt sind, heißt das noch lange nicht, daß keine Daten gesammelt werden...

3. Es gibt ja neue P2P-Clients wie eXeem. Ich habe gehört, daß eXeem anonym sein soll?!

Kurz und bündig: Bullshit ;) Erstens ist eXeem Close Source, d.h. es liegt nicht im Quelltext vor und erlaubt somit auch keine Überprüfung des Programmcodes auf Backdoors usw. Zweitens verwendet eXeem anscheinend eine modifizierte BitTorrent-Architektur, die aber keinesfalls anonym ist.

4. Ich habe mir einmal Freenet angeschaut - da blickt doch kein Mensch durch!

Zugegebenermaßen unterscheidet sich der Bedienungskomfort von regulären P2P-Clients durchaus von dem anonymer P2P-Clients, aber es gab in der letzten Zeit enorme Fortschritte. Ich möchte dafür nur einmal ANts, MUTE (MFC)und GNUnet (Windows-Version) als Beispiel anführen: Die Oberflächen sind bedienbar geworden, es gibt deutsche Versionen (ANts und MUTE) und die Anzahl der Teilnehmer in anonymen Netzwerken wächst stark - warum wohl? ;D

5. Anonyme P2P-Netze sind viel zu langsam und es nur sehr wenig Angebote

Stimmt mittlerweile auch nur noch zur Hälfte: Langsamer als normale P2P-Netze sind anonyme Netze schon, dafür bieten sie dir aber auch ein sehr hohes Maß an Anonymität und dadurch auch mehr Sicherheit. Letztendlich muß jeder für sich selber entscheiden, ob ihm eine hohe Downloadrate oder bessere Anonymität und etwas weniger Durchsatz auf der Leitung wichtiger sind ;)

Zum Thema Verfügbarkeit von Dateien in anonymen Netzwerken möchte ich nur abschließend erwähnen, daß diese in den letzten Monaten einen regen Zulauf verzeichnen konnten. Beispielsweise tummeln sich im ANts IRC Chat mittlerweile mehr als 70 User (zum Vergleich: In Q4/2004 waren es nie mehr als ca. 10!), was sich natürlich auch positiv beim Angebot bemerkbar macht 8)

BTW: Diesen Text habe nicht deshalb geschrieben, damit er hier schön vor sich hinreifen kann ;) Vielmehr ist er dazu gedacht, kopiert und verlinkt zu werden. Also, leitet den Link an eure Kumpels weiter oder macht den Artikel sonst irgendwie publik, damit die Leute endlich mehr über anonymes Filesharing erfahren - Thx :)






Cheers,
Markus

Offline levity

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #1 on: January 23, 2005, 01:02:09 PM »
Die Argumentation ist gelungen, aber trozdem werde ich mich so schnell nicht für anonymes filesharing entscheiden können da dies nich nur dafür sorgt das ich vor rechtlichen Konsequenzen sicher bin sondern auch Pedophile, Rassisten, Nazis usw.
Schlimmer noch ! Ich werde durch die Funktionsweise der anonymen Filesharing Programme (alles wird durch meinen Rechner geleitet) zum Mittäter beim Verteilen derartiger Inhalte gemacht. Und wenn es hart auf hart kommt glaub ich das Unwissenheit nicht vor Strafe schützt.
Programme wie Ants oder Mute bräuchten einen Mechanissmus zur Selbstkontrolle, z. B. Filter die bestimmte Suchanfragen einfach nicht weiterleiten bzw. auch den Transport von bestimmten Dateien durch meinen Rechner ablehnen. (bei end-to-end encryption wie in Ants geht das natürlich nicht mehr)
Ich weiss, dass ist wahrscheinlich nur schwer bis garnicht implementierbar, aber da es bestimmte Sachen gibt die ich in keinem Fall unterstützen möchte, verzichte ich lieber auf anonymes Filesharing.

teotester

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #2 on: January 23, 2005, 07:40:40 PM »
Hi Levity,

jede Technologie kann missbraucht werden. Letzlich ist der Mensch verantwortlich und entscheidet, wofür er die Technik einsetzt. Oder bist du auch dafür z.b. nicht die Post zu benutzen, weil mit ihr rassistische Botschaften verbreitet werden können. Sicherlich ist der öffentliche Briefkasten den du nutzt,weiter von Dir entfernt als dein eigener Computer. Aber indem du den Briefkasten nutzt, unterstützt du das System der öffentlichen Briefkästen, also der Post.

Allerdings sollte jeder für sich selber entscheiden, was er tun möchte  :)






Offline Markus

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #3 on: January 23, 2005, 08:01:09 PM »
Die Argumentation ist gelungen, aber trozdem werde ich mich so schnell nicht für anonymes filesharing entscheiden können da dies nich nur dafür sorgt das ich vor rechtlichen Konsequenzen sicher bin sondern auch Pedophile, Rassisten, Nazis usw.
Schlimmer noch ! Ich werde durch die Funktionsweise der anonymen Filesharing Programme (alles wird durch meinen Rechner geleitet) zum Mittäter beim Verteilen derartiger Inhalte gemacht. Und wenn es hart auf hart kommt glaub ich das Unwissenheit nicht vor Strafe schützt.
Wir hatten vor einiger Zeit schon einmal einen längeren Thread zu diesem Thema. Sobald ich mehr Zeit habe, werde ich ihn raussuchen, deshalb erst mal nur in Kurzform:

Zum Thema illegale Inhalte und Mithaftung: Natürlich wird man in anonymen Netzwerken wesentlich mehr Schund finden als anderswo, da viele kranke Hirne der Meinung sind, sie wären dort vollkommen sicher und bräuchten überhaupt keine Angst vor Strafverfolgung zu haben. Mir ist jedoch nicht bekannt, daß ich mich in Deutschland schon strafbar mache, wenn ich meinen xyz-Node für die Teilnahme an einem anonymen P2P-Netzwerk z.B. als Router zur Verfügung stelle, zumal beispielsweise ANts end-to-end encryption implementiert hat. Dadurch wird der komplette Traffic von einem Node zum anderen verschlüsselt, was die Schnüffelei in diesem Netzwerk erheblich schwieriger macht ;)

Aber in einem Punkt stimme ich dir zu: Wer diesbezüglich Bedenken hat, sollte es bleiben lassen.

Quote
Programme wie Ants oder Mute bräuchten einen Mechanissmus zur Selbstkontrolle, z. B. Filter die bestimmte Suchanfragen einfach nicht weiterleiten bzw. auch den Transport von bestimmten Dateien durch meinen Rechner ablehnen. (bei end-to-end encryption wie in Ants geht das natürlich nicht mehr)
Ich weiss, dass ist wahrscheinlich nur schwer bis garnicht implementierbar, aber da es bestimmte Sachen gibt die ich in keinem Fall unterstützen möchte, verzichte ich lieber auf anonymes Filesharing.
Auch zu diesem Thema gab es schon mal einen längeren Thread, den ich nochmal rauskramen kann (so er bei der Boardmigration nicht verschütt gegangen ist). In Kurzform: Zum einen wird niemand an so einem Mechanismus interessiert sein, zum anderen wird es keine Unterscheidung zwischen "guten" und "schlechten" Inhalten geben. Die von dir angesprochene Problematik mit rechtsradikalen oder gar pädophilen Inhalten kann man zwar nicht wegdiskutieren, aber zumindest das Angebot an Dateien ignorieren.

BTW: Bevor jetzt allerdings jemand auf die Idee kommt und meint, daß anonyme Netzwerke lediglich für den Austausch verbotener Inhalte wie den o.g. angesprochenen dient, dem sei gesagt, daß dies mitnichten so ist. Am besten mal reinschauen und sich selber einen Eindruck verschaffen, dann kann man sich auch eine eigene Meinung bilden 8)



Cheers,
Markus

Offline levity

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #4 on: January 24, 2005, 12:24:44 PM »
... Aber indem du den Briefkasten nutzt, unterstützt du das System der öffentlichen Briefkästen, also der Post.

Nicht ganz, denn wenn ich in meinem Brifkasten oben erwähnte Inhalte finden würde, mit der Bitte diese an eine mir unbekannte Persohn weiterzuleiten würde ich dies natürlich nicht tun. Der Vergleich hinkt also ein klein wenig. Er währe angebracht, wenn ich behauptet hätte ich will keine e-mails mehr schreiben weil ich weiss das Terroristen mit dem selben System kommunizieren.
Ihr habt natürlich recht, dass jede Technik missbraucht werden kann, aber ich kann es einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren das eventuell mein Rechner (wenn auch nur zu einem äusserst geringem Anteil) dazu verwendet wird rassistische oder pedophile Inhalte zu verteilen.
Auch denke ich das in anbetracht der derzeitigen Entwicklunge es eher dazu kommen wird, dass in Zukunft auch noch das "proxying" von Daten strafbar wird.

eine Alternative die für mich schon eher in Frage kommt ist eine Lösung wie sie hier beschrieben wird:

http://downhillbattle.org/labs/gaim_filesharing_plugin/

Und mit geeigneter Verschlüsselung bleiben dabei nicht nur RIAA & Co. sondern auch noch die ISPs aussen vor.


Offline Markus

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #5 on: January 24, 2005, 01:40:57 PM »
Auch denke ich das in anbetracht der derzeitigen Entwicklunge es eher dazu kommen wird, dass in Zukunft auch noch das "proxying" von Daten strafbar wird.
Dann müßte die Verschlüsselung von Mails auch strafbar sein, denn mit verschlüsselten Mails und Steganographie lassen sich derartige Inhalte ebenfalls übertragen. Wenn sich jemand für ein Verbot anonymer Netze stark machen könnte, dann höchstens die Contentindustrie. Oder vielleicht noch unser aller Innenminister, weil ja auch Terroristen Inhalte über solche Netze übertragen könnten. Achja, und wenn wir schon dabei sind: Telefone gehören dann auch gleich verboten, genauso wie Briefe, weil das ebenfalls geeignete Übertragungsmedien wären ;)



Cheers,
Markus

Offline Annie

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #6 on: January 24, 2005, 07:13:42 PM »
Die Argumentation ist gelungen, aber trozdem werde ich mich so schnell nicht für anonymes filesharing entscheiden können da dies nich nur dafür sorgt das ich vor rechtlichen Konsequenzen sicher bin sondern auch Pedophile, Rassisten, Nazis usw.
Schlimmer noch ! Ich werde durch die Funktionsweise der anonymen Filesharing Programme (alles wird durch meinen Rechner geleitet) zum Mittäter beim Verteilen derartiger Inhalte gemacht. Und wenn es hart auf hart kommt glaub ich das Unwissenheit nicht vor Strafe schützt.
Programme wie Ants oder Mute bräuchten einen Mechanissmus zur Selbstkontrolle, z. B. Filter die bestimmte Suchanfragen einfach nicht weiterleiten bzw. auch den Transport von bestimmten Dateien durch meinen Rechner ablehnen. (bei end-to-end encryption wie in Ants geht das natürlich nicht mehr)
Ich weiss, dass ist wahrscheinlich nur schwer bis garnicht implementierbar, aber da es bestimmte Sachen gibt die ich in keinem Fall unterstützen möchte, verzichte ich lieber auf anonymes Filesharing.

Dem muss ich leider zustimmen!

Annie

Offline levity

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #7 on: January 25, 2005, 12:14:25 PM »
Auch denke ich das in anbetracht der derzeitigen Entwicklunge es eher dazu kommen wird, dass in Zukunft auch noch das "proxying" von Daten strafbar wird.
Dann müßte die Verschlüsselung von Mails auch strafbar sein, denn mit verschlüsselten Mails und Steganographie lassen sich derartige Inhalte ebenfalls übertragen. Wenn sich jemand für ein Verbot anonymer Netze stark machen könnte, dann höchstens die Contentindustrie. Oder vielleicht noch unser aller Innenminister, weil ja auch Terroristen Inhalte über solche Netze übertragen könnten. Achja, und wenn wir schon dabei sind: Telefone gehören dann auch gleich verboten, genauso wie Briefe, weil das ebenfalls geeignete Übertragungsmedien wären ;)



du hast natürlich recht, und irgendwann landen wir dann im Überwachungsstaat.... zumindest wenn man sich die Entwicklung in den USA anschaut könnte man glauben das wir bereits auf dem besten Weg dotrhin sind (INDUCE Act usw.)
Und wenn sich ersteinmal Trustet Computing ( http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html ) durchsetzen sollte....  aber ich bin Überzeugt das es nicht soweit kommen wird.

gruss
 levity

PS: Mails werden desshalb nie strafbar weil da keine milionenschwere Industrie dahinter steht die glaubt ihre Gewinne würden den Bach runter gehen. 

teotester

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #8 on: January 26, 2005, 10:35:10 AM »
Hallo zusammen ,

ich frage mich wie man solche Anwender zu anonymen filesharing überreden kann (oder ob es überhaupt möglich ist):

 Zitat: 
   Original geschrieben von   
 
 
   
 Doch 100% Sicherheit gibt es :

- Freenet
- mute
- Gnunet

einfach mal nach googlen   
   
 

Sorry,aber ich nehme deinen Post
jetzt einfach mal als Joke auf und
lache darüber.


 :(




Offline Markus

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #9 on: January 26, 2005, 10:42:56 AM »
PS: Mails werden desshalb nie strafbar weil da keine milionenschwere Industrie dahinter steht die glaubt ihre Gewinne würden den Bach runter gehen. 
Da muß auch keine millionenschwere Industrie dahinterstecken. Es ist ja schon völlig ausreichend, wenn unwissenden Menschen glaubhaft vorgelogen wird, daß durch verschlüsselte E-Mails die innnere Sicherheit der BRD gefährdet wird ;)


Cheers,
Markus

dulzinea

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #10 on: January 04, 2007, 02:31:16 PM »
@Markus.
1. Bitte aus dem Doppelthread 'Anonymes Filesharing wird so nicht funktionieren...' nur 1 machen. Habe mich verklickt. Danke!

2.

Die Argumente von dir aus dem 1. Post sind ja nicht schlecht. Aber das klingt so als ob es num darum geht illegale Datein zu verteilen. Warum sollte das jemand machen der legale Datein haben will? Das ist doch per p2p oder http viel einfacher?

Ich meine Tor hat es ja schon schwer nicht als Netzwerk für Illegale dazustehen. Aber anonym p2p?

Offline Markus

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #11 on: January 04, 2007, 06:00:50 PM »
@Markus.
1. Bitte aus dem Doppelthread 'Anonymes Filesharing wird so nicht funktionieren...' nur 1 machen. Habe mich verklickt. Danke!
@dulzinea:

Schon erledigt.

Quote
2.
Die Argumente von dir aus dem 1. Post sind ja nicht schlecht. Aber das klingt so als ob es num darum geht illegale Datein zu verteilen.
Habe ich da oben irgendwo geschrieben, daß anonyme Netze vornehmlich dazu verwendet werden sollen, um "illegale" Dateien zu verteilen? ;)

Quote
Warum sollte das jemand machen der legale Datein haben will? Das ist doch per p2p oder http viel einfacher?

Ich meine Tor hat es ja schon schwer nicht als Netzwerk für Illegale dazustehen. Aber anonym p2p?
Generell bin ich der Meinung, daß jeder selber wissen muß, was er über welche Distributionskanäle tauschen möchte. Es handelt sich schließlich ja nur um ein Transportmedium, um Content zu transportieren. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er dazu anonyme P2P-Netze nutzt oder konventionelle Tauschbörsen bevorzugt.


Die Boardregeln | The board rules | Planet Peer Wiki

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Markus

dulzinea

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #12 on: January 05, 2007, 03:29:16 PM »
Du hast nicht gesagt das man darüber illegale Datein besser laden kann. Aber nur weil man etwas nicht direkt sagt heißt es nicht das man nicht darauf kommt was gemeint ist.

Welche legalen Einsatzgebiete soll aP denn haben? Ein Haushaltsmesser ist primär nicht dazu gedacht um Menschen zu töten, es hat richtig angewandt eine Vielzahl von nützenlichen Eigenschaften und wird deshalb massenhaft verwendet ohne das man auf die Idee kommen würde es zu verbiten. Fileharing... Naja darüber kann man es sich sparen Server aufzustellen um große Datein (freie Software wie Linux Distros) zu verteilen. aP... Hm... Für was soll das bitte gut sein? Da werden wohl Deine Argumente wenn überhaupt nur Leute überzeugen die illegale Dinge laden wollen.

Offline itronic

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #13 on: March 12, 2007, 11:20:24 PM »
Ich finde es wichtig das es ein Netzwerk gibt, auf das man ausweichen kann wenn die Regeln im Internet mal strenger werden. Ich kann mir gut vorstellen das es in Zukunft mehr Blogs im I2P-Netz geben wird, die im I-Net nicht sicher sind, oder die einfach mal Bilder einbinden wollen, ohne gleich Probleme wg. Copyright zu bekommen. Man muss sich weniger Gedanken machen. Viele Seite die im I-Net Probleme bekommen könnten, kann man gleich in I2P aufbauen, z.B. Fanwebsites mit Bildern und Videos, Trackerwebsites, sowas wie Youtube, Spielemagazine und Foren die über "Killerspiele" berichten, Anbieter von anonymen Geld, etc.

Wenn es noch mehr Proxys zwischen Inet und I2P gibt, und die keinen Ärger bekommen, wird das besonders gut funktionieren. Dann kann man die Inhalte zumindest auch über Inet abrufen, besser wäre es natürlich I2P würde irgendwann so schlank das man es nebenher laufen lassen kann.

Gerade habe ich auch einen Webspace-Anbieter für I2P gefunden. Genau sowas braucht I2P.
http://anonymityweb.i2p.tin0.de

Offline Markus

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Re: Argumente für anonymes Filesharing...
« Reply #14 on: March 13, 2007, 07:42:56 AM »
Gerade habe ich auch einen Webspace-Anbieter für I2P gefunden. Genau sowas braucht I2P.
http://anonymityweb.i2p.tin0.de
Ehrlich gesagt bin ich etwas skeptisch, was die Anonymität desjenigen angeht, der dort seine eepsite hosten möchte. Wenn ich meine eepsite auf meinem Homeserver hoste, dann weiß das niemand außer mir. Auf fremdem Webspace sieht die Sache wieder anders aus, denn ich muß zum einen demjenigen vertrauen, der meine (anonyme) eepsite hostet, und zum anderen hinterlasse ich wiederum Spuren, wenn ich beispielsweise die Inhalte einer eepsite per FTP auf den Webspace schiebe.

Aus diesem Grund würde ich auch ganz klar davon absehen, eine eepsite bei einem offiziellen Webhoster zu betreiben. Die ganze von I2P bereitgestellte Anonymität nutzt mir nämlich nichts, wenn der Hoster jederzeit Zugriff auf die eepsite hat.



Cheers,
Markus