Author Topic: An der Geschwindigkeitsschraube drehen  (Read 3001 times)

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Offline 4string

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An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« on: February 12, 2008, 05:41:32 PM »
Habe mir mal so angesehen, wie man die Geschwindigkeit bei i2p erhöhen kann.

Unter Tunnels - eeproxy habe ich bei Tunnel Options - Dephts auf 1 hop Tunnel + - 1 hop variance gestellt und bei count auf 2 inbound tunnels. Ichhatte vorher Depths auf 2 + - 1 hop variance. Dazu habe ich bis auf den ooproxy alle tunnel abgestellt.

Ich habe jetzt das Gefühl, dass i2p schneller läuft, auch i2p snark. Zumindest Downloads, die vorher bei 3 kbps rumgammelten, laufen jetzt relativ konstant mit 7-9.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Gibt es sonst noch Tips, wie i2p schneller läuft, ohne komplett auf Anonymität zu verzichten?

Offline echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #1 on: February 13, 2008, 11:39:02 AM »
Hi!

Du weißt schon, wenn du bei den Tunnels alles auf 0 setzt, du weitesgehenst auf die Anonymität verzichtest?
Die Anzahl der Hops gibt an, über wieviele andere Rechner der Tunnel geführt wird, je mehr Hops, desto langsamer, desto sicherer.

echelon

Offline Bowser

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #2 on: February 13, 2008, 03:20:10 PM »
*echelon zustimm*
afair hat i2p-bt-0.18 ja auch als Standardeinstellung 1 +-1 (also 0 bis 2) hop tunnel. ich würds aber nicht machen, da so auch 0 hop tunnel hergestellt werden. So kann dich ein "böser" Netzwerkteilnehmer leichter identifizieren, weil deine Kontaktaddresse (LeaseSet ??) oft gleich ist und er so statistisch davon ausgehen kann, dass deine IP die Daten angefordert hat.
Der Angreifer hat bei sich natürlich immer 0 hop tunnel eingestellt. du hättest also eine direkte verbindung zu ihm.

Das niedrigste Maß an Anonymität bei Filesharing wäre für mich 1hop-tunnel +  0/1 (also 1 bis 2 hops), evtl. auch nur 1hop-tunnel ohne Varianz, je nachdem wie aktiv du bist. Auf 3-hop tunnel würde ich komplett verzichten, die sind schwerer herzustellen und ineffizient.

Das Abschalten der Local Server Tunnels (normalerweise gibts da nur die eigene eepsite) kann schon einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil bringen. Soweit ich weiss haben die abgeschalteten Client Tunnels verhältnismäßig wenig Einfluss auf die Geschwindigkeit. Aber wenn man die nicht braucht, kannste die ruhig abschalten.

Was bewirkt eigentlich die BackupQuantity bei den Tunnel Einstellungen?
Und ist es speedtechnisch sinnvoll I2PSnark standardmäßig mit drei Tunneln zu betreiben anstatt mit zwei?


Offline echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #3 on: February 13, 2008, 04:46:46 PM »
Hi!

Nochmal ich:
Ich hantiere meistens mit 1 +/-1 - bei der Anzahl tunnels, die gebaut werden und Anzahl der Nodes im Netz ist das noch vollkommend ausreichend und fix genug.
Wem das zu unsicher ist, ok, der darf gerne 1+1 oder 2 +/-1 nehmen.

Anzahl der Tunnels - da empfehle ich vor allem die Version 0.6.1.31-1 (auf echelon.i2p) ODER selbst zu bauen aus dem monotone Archive (selber bauen is zu empfehlen wegen der Sicherheit/Vertrauensbasis).
Ansonsten BITTE auf 0.6.1.31 updaten, der hat einige Verbesserungen für I2Psnark dabei.

Dann, tunnels, I2Psnark läuft bei mir mit 1 +/-1, quantity 2 Tunnels, 0 backup - und ich bekomme bis zu 40 kb/sec. Backup kann man auf 1 oder 2 setzen, falls ein Tunnel unerwartet wegbricht, wird ein Backup genommen. Sonst sind die eher hinderlich.

Im I2PSnark selber gibt es weitere Einstellungen, der maximale upload limiter sollte sinnvoll gessetzt werden, Werte über 10 waren bisher immer schlecht bie mir. Mit 5 sollte der OK sein.

echelon

Offline 4string

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #4 on: February 18, 2008, 11:27:43 AM »
Also ich habe jetzt von Echelon diese Version 31-1 heruntergeladen und installiert.

Ich weiß nicht, wie man die Einstellungen manuell macht, aber ist es wirklich ein ernsthaftes Risiko, die Version von dort herunterzuladen?

Ausserdem habe ich bis jetzt auch noch keine ernsthaften Geschwindigkeitsvorteile bemerkt.

Offline echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #5 on: February 18, 2008, 02:43:55 PM »
Hi!

Risiko - das kannst  nur du für dich einschätzen.
Ich checke die Version von I2P aus dem aktuellen monotone entwicklerzweig aus und baue sie und lege sie dort public.
(btw ist die Version -4 jetzt dort).
DU mußt mir vertrauen, daß ich die richtigen Sourcen baue und nicht was fieses, gemeines einbaue wie "sende diese IP jetzt an meinen webserver".
Ich kann dir zwar hier versichern, daß ich das nicht mache, aber ob du mir das glaubst, das ist deine Entscheidung.
Ebenso mußt du bei den offiziellen versionen deren Signierern glauben, daß die das nicht machen (aber die sind schon länger dabei und haben schon mehrere Versionen ohne solche Spyware veröffentlicht).
Um auf Nummer sicher zu gehen müßte man die Sourcen auschecken, kontrollieren, bauen, installieren.
Aber das kann kaum ein normaler Mensch, also muß man anderen vertrauen.
zur Info: ich nutze auch die selben Files, die auf echelon.i2p liegen.

Zum Thema Update: es reicht, das i2pupdate.zip so wie es ist ins i2p Verzeichnis zu legen, beim nächsten Start entpackt i2p das file automatisch und updated sich selber.

Thema Speed: die Version .31-1 behebt eine etwas zu großzügige einstellung beim Aufbau neuer Tunnels, sprich, die Clients, die mit .31-1 laufen, bauen weniger Tunnels auf (nur die wirklcih benötigten und angeforderten) und nutzen diese. Erst wenn ein großteil der anderen Router auch diese Version (oder spätere) nutzen, geht die Anzahl der Tunnel im gesamten Netz zurück und die Bandbreite erhöht sich. Nichtsdestotrotz ist es lokal schonmal hilfreich, da weniger Tunnel aufgebaut werden und etwas weniger load anliegt. Aber merken wird man es erst, wenn die Version .32 rauskommt und der Großteil updated.
In der Version .31-4 wurde ein Problem mit dem counting der participating tunnels behoben, der Graph sieht jetzt nicht mehr Sägezahnartig aus. Da die "load" des router aber auch darüber berechnet wurde, ist damit wieder ein Teil zur erhöhung der Kapazität im gesamten netzwerk korrigiert wurden und wenn dieses eingesetzt wird auf vielen router, kann i2P mehr Traffic routen, wird schneller ergo.

Bei mir jedenfalls ist der router mit der .31-4 Version etwas schneller im i2phex geworden und konstanter. Aber ich nutze einen etwas schnelleren router (100/100 bandwith limits).

echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #6 on: February 20, 2008, 05:03:52 PM »
Ich hab gesehen, dass auf echelon.i2p eine neue 5er Version erschienen ist.

Könntest du das hier nicht ankündigen, wenn eine neue Version erscheint und erklären, was verbessert wurde? Dann stellen vielleicht auch mehr Leute um.

Offline echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #7 on: February 20, 2008, 09:29:53 PM »
hi

Werde mal sehen was ich machen kann ;-)
Die -5 jedenfalls hat eine Änderung beim dns system von I2P anbei, in Vorbereitung für punycode(?), internationale eepsite names.
Dazu den Hinweis auf floodfillrouter in der peers.jsp Seite und einige Aufräumarbeiten in der netDB stats section, sprich dev stats fliegen langsam raus.
Alles in allem nichts großartig wichtiges, deswegen keine große Bekanntmachung.
Es wird an einem Patch zu einem Problem gearbeitet, welches das Netz teilweise etwas sprunghaft von der Geschwindigkeit/Erreichbarkeit her macht. Das könnte ggf. -6 werden, werde ich aber hier schon bekannt geben.

echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #8 on: February 21, 2008, 10:04:10 PM »
Leider habe ich neuerdings ein kleines Problem mit i2p: Die Verbindungsqualität ist schwankend. Habe ich gerade einige Zeit guten Speed, bricht plötzlich das System zusammen. In dem Router Menü im Browser kann ich sehen, dass Bandwith in/out für ein paar Minuten plötzlich bei 0,2 - 1,5 hindümpeln, während sie normalerweise bei etwa 20 - 40 kbps sind.

In der Statistik bei den Graphen sind die 3 Graphen der Bandwidth usage, bw.recvRate for 60 s, bw.sendRate for 60 s ziemliche Zickzack-Linien, die immer etwa alle 20 Minuten fast auf 0 gehen.

Habe auf die neueste i2p-Version upgedatet und den Patch von echelon version 5 installiert. Bei der Anzahl der Tunnel habe ich alle 3 Möglichkeiten durchprobiert, ohne dass sich was getan hat. Hops habe ich auf 1 stehen, ohne Varianz...

Hat jemand ne Ahnung, worans liegt? Hatte vorher das Problem nicht so stark, bevor ich auf die neue i2p-Version bzw. auch di eneue echelon-Version gesprungen bin... zumindest glaube ich, dass es jetzt extremer ist.
« Last Edit: February 21, 2008, 10:33:31 PM by 4string »

Offline echelon

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Re: An der Geschwindigkeitsschraube drehen
« Reply #9 on: February 22, 2008, 08:36:42 AM »
Hi!

Schön daß du die aktuelle -5 nimmst :-)
Diese Schwankungen sind leider nicht auf deinen Router einzukreisen, eher auf das gesamte Netzwerk.
Wenn ein router einfach off geht ohne vorher das dem Netz mitzuteilen, gehen Tunnel auf einmal verloren und Transfers brechen ab. Dann muß I2P andere Tunnel finden, und die Bandbreite bricht ein.
Somit: Du hast es richtig gemacht, das Netz hat nur manchmal solche Schluckaufs.
Und ja, es scheint zur Zeit wahrlich etwas schwankender als vorher zu sein, die devs wissen davon und haben auch eine mögliche Schwachstelle gefunden, wird ggf. als -7 eingebaut.
Wenn man sich jedoch stats.i2p anschaut, ist zu erkennen, daß neuerdings die Geschwindigkeit hoch gegangen ist im Netz (ende 2007 war sie so bei 15 kb/sec, jetzt bei 30 rum).

echelon